Immobilienpreise Prognose 2030: Steigerung um bis zu 60 Prozent

5 Jul 2021

Immobilienpreise Prognose 2030

Immobilienpreise Prognose 2030: Steigerung um bis zu 60 Prozent

Der Postbank Wohnatlas von 2021 zeigt, dass auch nach der Corona-Krise die Preise für Immobilien in ganz Deutschland weiter ansteigen. Schätzungen zu Folge steigen die Immobilienpreise bis 2030 um bis zu 62 Prozent an.

Warum das so ist und wo die höchsten Steigerungen zu erwarten sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum steigen die Immobilienpreise?

Der Hauptgrund für Preissteigerungen in jedem Segment der Marktwirtschaft ist nach wie vor: Angebot und Nachfrage. Derzeit möchten viele Menschen eine Immobilie kaufen um Sie dann später zu einem höheren Preis verkaufen zu können. Dies treibt die Immobilienpreise stark nach oben und man spricht von einer Immobilienblase.

Ein weiterer Grund für die kommende Preissteigerung der Immobilien sind die Engpässe bei den Baustoffen. Durch die höher werdende Nachfrage und den Mangel an Baustoffen ausgelöst durch die Pandemie, steigen die Preise, vor allem in den deutschen Großstädten weiter an.

Weitere Faktoren, welche die Preise in die Höhe treiben:

Postbank-Wohnatlas-2021-Prognose-bis-2030

Preisentwicklung – der Postbank Wohnatlas 2021

Der höchste Preisanstieg unter den sogenannten „Bis Seven“ der deutschen Metropolen ist Experten zu Folge in München zu erwarten. Eine jährliche Anhebung von bis zu 1,99 Prozent ist zu erwarten. Auf dem Platz zwei folgt Düsseldorf mit 1,09 Prozent und gleich dahinter Berlin mit 1,07 Prozent.

Für Frankfurt am Main wird ein Preiswachstum um bis zu 1,02 Prozent erwartet. Stuttgart hat mit einem Plus von 0,78 Prozent den geringsten Anstieg.

Droht die Immobilienblase zu platzen?

Ob und wann eine Immobilienblase platzt, lässt sich nur schwer vorausahnen. Es gilt: Wenn die Nachfrage für Immobilien absingt und das Angebot die Nachfrage übersteigt, sinken die Immobilienpreise in kürzester Zeit stark ab. Dies ist der Fall, wenn:

  • Banken Ihre Kredite nicht mehr so leicht vergeben und der Käufer durch die hohen Kaufpreise das Eigenkapital nicht mehr aufbringen kann.
  • Die Zinsen für die Kredite steigen und die Raten von nicht mehr abgezahlt werden können.
  • Käufer nicht mehr gewillt sind, die überzogenen Immobilienpreise zu zahlen
  • Durch hohe Baubereitschaft mehr Wohnraum zur Verfügung steht als verlangt.

Wer ist schuld an der Immobilienblase?

Die Verantwortung für eine Immobilienblase liegt in der Regel bei den Banken oder beim Staat. Eine vom Staat verursachte Immobilienblase nennt man „fiskalinduzierte“ Immobilienblase. Ist dies der Fall, hat der Fiskus durch Regulierungsmaßnahmen eine Trennung zwischen Angebot und Nachfrage erzeugt.

Von einer „kreditindzierten“ Immobilienblase spricht man, wenn Banken die Kredite zu einfach vergeben.

Die 5 Phasen der Immobilien Blase

  1. Verlagerung: Diese wird durch starke Veränderung der Weltwirtschaft eingeleitet. Bei den Immobilien kann das zum Beispiel durch sehr niedrige Zinsen ausgelöst werden.
  2. Der Boom: Die Menschen beginnen zu begreifen, dass sich die Investition in Immobilien lohnt. Nachfrage und Preise steigen.
  3. Die Phase der Euphorie: Die Preise steigen weiter und schneller an. Risiken werden jetzt gerne übersehen – die Investoren sehen nur noch den potenziellen Gewinn.
  4. Finanzielle Not: Die Immobilienblase platzt, die Preise fallen rapide ab und viele Eigentümer verkaufen aus Panik ihr Eigentum.
  5. Abscheu: Das allgemeine Interesse am Immobilienkauf nimmt ab. Die niedrige Nachfrage lässt die Preise weiter fallen.

Gibt es in Deutschland derzeit eine Immobilienblase?

Nein, derzeit gibt es keine Immobilienblase, auch wenn einige typischen Symptome zu erkennen sind. Dies lässt sich daraus ableiten, dass man die Veränderungen nicht in den ländlichen Räumen, sondern nur regional in einigen deutschen Städten beobachten kann.

Die derzeit hohe Nachfrage und das niedrige Angebot lassen die Preise steigen. Auch der Baustoffmangel spielt dabei eine Rolle.

Immobilien Prognose 2030 – Wie entwickelt sich der Markt?

Es ist definitiv davon auszugehen, dass die Immobilien unterm Strich deutlich teurer werden. Dies gilt allerdings nicht für die ländlichen Regionen, sondern eher für die Metropolen. Deutsche Städte mit einem guten Angebot an Arbeitsplätzen ziehen oft viele Menschen an. Dort können die Preise, aufgrund der erhöhten Nachfrage, stark steigen.

Vergleicht man die Immobilienpreise mit den letzten Jahren, ist die Entwicklung der Immobilienpreise jetzt schon stark gestiegen. Wer vor 10 Jahren ein Eigenheim erworben hat, kann sich heute über einen saftigen Wertzuwachs erfreuen.

Ob sich ein Kauf lohnt oder ein Mietverhältnis besser für geeignet ist, hängt von der jeweiligen Situation ab.

Können Sie derzeit genug Kapital aufbringen, lohnt es sich wohl, über den Kauf einer Immobilie nachzudenken. Die Zinsen für Bau- und Immobilienkredite sind derzeit auf einem Rekordtief und die Preisprognosen für die Zukunft lassen eine Investition heute äußerst rentabel wirken.

Fakt ist: Eine Rate von einer Eigentumsimmobilie abzuzahlen, ist auf jeden Fall besser, als sein Geld in einer Miete verschwinden zu lassen.