Platzt die Immobilienblase 2022?

31 Mrz 2022

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Platzt die Immobilienblase 2022?

Vor kurzem berichtete die Süddeutsche Zeitung über eine Studie, nach der die Immobilienblase in Deutschland 2022 platzt. Doch ist diese Prognose wirklich zuverlässig? Oder handelt es sich hierbei nur um einen weiteren Ausdruck von Panikmache? Ich möchte an dieser Stelle versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen und euch die Fakten präsentieren.

 

Worum geht es in der Studie?

Das ifo Institut hat in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Informationsdienst Empirica eine Studie durchgeführt, in deren Mittelpunkt die Frage stand, wann die aktuelle Immobilienblase in Deutschland platzen wird. Dabei wurden unterschiedliche Szenarien betrachtet und analysiert. Die Experten sind sich einig: In den nächsten Jahren ist mit einem deutlichen Preisrückgang zu rechnen. So wird in einem mittleren Szenario der Immobilienpreisindex bis 2025 um rund 25% fallen. In einem schlechteren Szenario könnte der Preis sogar um fast 40% sinken.

 

Was ist die Ursache für diese Prognose?

Die Experten sehen die Ursache vor allem in den aktuell sehr hohen Immobilienpreisen. Diese haben zwar in den letzten Jahren bereits deutlich angezogen, doch die Bewertungen seien noch immer nicht realistisch. So sei es durch

 

Was sagt die Studie konkret?

Demnach wird die Immobilienblase in Deutschland im Jahr 2022 platzen. Bereits bis 2020 werden die Preise um rund acht Prozent sinken, danach erwartet das ifo Institut einen weiteren Rückgang von etwa zwölf Prozent. Grund für den Preisverfall ist vor allem der anhaltende Niedrigzins, der Investoren veranlasst, ihr Geld in andere Anlageformen zu stecken. Da Immobilien aber nur schwer zu verkaufen sind, werden viele Anleger in den kommenden Jahren Probleme haben, ihre Objekte loszuwerden.

Doch nicht alle Experten sind der gleichen Meinung. So sagt etwa Jens Meier, Chef des Immobilienverbandes IVD, dass die Prognose zu pessimistisch sei. Er erwartet, dass die Immobilienpreise bis 2020 lediglich um fünf Prozent sinken werden.

In jedem Fall scheint es sicher, dass die aktuelle Immobilienblase in Deutschland nicht ewig anhalten wird. Ob der Crash im Jahr 2022 tatsächlich kommen wird, bleibt abzuwarten. Doch sollte man sich als Anleger auf jeden Fall darauf einstellen, dass es zu Verlusten kommen könnte.

 

Was bedeutet das für die Immobilienmärkte?

Auf den ersten Blick mag es so erscheinen, als ob die Immobilienmärkte in Deutschland bald einbrechen werden. Doch dies ist nicht ganz richtig. Natürlich werden die Preise sinken, doch ein echter Crash ist nicht zu erwarten. Der Grund: Die Immobilienblase ist hierzulande noch nicht so extrem ausgeprägt wie in anderen Ländern. Außerdem gibt es eine große Anzahl an Immobilien, die immer noch zu erschwinglichen Preisen zu haben sind.

 

Fazit:

Die Studie von ifo Institut und Empirica zeigt, dass die Immobilienblase in Deutschland 2022 platzen wird. Bis dahin werden die Preise allerdings schon deutlich gesunken sein. Wer jetzt noch kauft, kann günstige Angebote machen. Allerdings sollte man auch damit rechnen, dass die Immobilienpreise weiter sinken werden. Nicht nur in den nächsten Jahren, sondern auch in den folgenden. Hoffen wir mal, dass diese Prognose falsch ist und die Immobilienblase erst 2030 platzt! 😉