Engpässe bei Baustoffen: Preise steigen enorm.

30 Mai 2021

Engpässe bei Baustoffen

Engpässe bei Baustoffen: Preise steigen enorm.

Immer mehr leidet die Bauwirtschaft unter den stark steigenden Preisen für Baustoffe wie Holz, Stahl, Dämmmaterial, Silikone etc. Lieferschwierigkeiten sind momentan ebenso keine Seltenheit, meint Hauptgeschäftsführer des Zentralbands für das deutsche Baugewerbe.

Warum steigen die Preise für Baustoffe?

Derzeit geht man davon aus, dass der hohe Bedarf an Baustoffen von China und den USA, sowie natürlich die Pandemie dafür verantwortlich sind.

Durch die Maßnahmen und die „Verlangsamung“ der Wirtschaft in vielen Ländern kommen Betriebe und Fertigungen teilweise gänzlich zum Stillstand. Dies wirkt sich natürlich stark auf die Produktion und den Absatz aus.

Welche Baustoffe werden teurer?

Nach Angaben des statischen Bundesamtes gibt es bei Holz eine Preissteigerung um ca. 15 bis 20 Prozent. Dämmstoffe sowie EPS (Basis für Wärmedämmung) sind laut Angaben des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz, sogar um bis zu 50 Prozent angestiegen.

Um knapp 30 Prozent gehen die Preise für Betonstahl in die Höhe und Mineralölerzeugnisse legten um ca. 15 Prozent zu. Verbraucherpreise für Trockenbauprofile und Spanplatten müssen ebenfalls mit einem Zuwachs von knapp 50 Prozent rechnen. Ebenso schnellt der Wert für Silikone, Farben und Lacken drastisch in die Höhe.

Mit welchen folgen müssen Betriebe und Bauherren rechnen?

Ganz offensichtlich muss mit einem heftigen Zuwachs für alle Ausgaben rund um das Thema Bau gerechnet werden. Häuser werden teurer als gedacht und Baustellen sind plötzlich falsch kalkuliert.

Wenn sich die Lage zudem nicht schnell entspannt, wird die Konjunktur im Bau zum Stillstand kommen – einer der wenigen Gesellschaftszweige, die bisher nicht von der Pandemie betroffen waren.
Außerdem gibt es teilweise lange Lieferverzögerungen, was sich ebenfalls wieder auf den Geldbeutel für alle Bauherren und Betriebe auswirkt.

Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

Ein Lösungsansatz besteht darin, zukünftig von den vereinbarten Festpreisen abweichen zu dürfen. So müssten Handwerker nicht länger das Risiko für steigende Preise und Lieferverzögerungen tragen, da diese leichter an den Endkunden weitergeben könnten. So könnte einer Insolvenzwelle von vielen Betrieben entgegengewirkt werden.